Das Radom als Museum

Wer die Gegenwart verstehen möchte, muss die Vergangenheit kennen. Des­halb sind Museen als Orte des anschaulichen Lernens wichtig. Die Technik zu nutzen ist die eine Seite – die Technik zu verstehen eine andere. Das Radom mit seinen vielfältigen Ex­po­naten, die wie Mosaiksteine das virtuose Zusammenwirken vieler Diszi­plinen der Natur- und Ingenieur­wissen­schaften deutlich machen, kann dazu ganz besonders beitragen.

In den Jahren vor der Sanierung, also bis 2010, war im Radom bereits eine provisorische Ausstellung eingerichtet, die im Rahmen von Gruppenführungen zugänglich war (siehe Bilder). Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme des Fördervereins am Tag des offenen Denkmals 2004, als das Radom von mehreren Hundert neugierigen Gästen besucht wurde. Eine zu diesem Anlass durchgeführte Besucherumfrage legt nahe, dass die Einrichtung eines Museums im Radom auf breites Interesse stößt. Auch die Eröffnung des sanierten Radom im Juli 2012 zog zahlreiche Interessierte an. Der Förderverein Industriedenkmal Radom Raisting setzt sich für die dauerhafte Einrichtung eines solchen Museums ein und hat gemeinsam mit einer professionellen Museumsplanerin ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet.

Übrigens: Als sich das Radom noch im Eigentum der Bundespost beziehungsweise der Telekom befand, zog ein Besucherraum (mit Diaschau und Fensterblick ins Radominnere) jährlich rund 70.000 Besucher an! Auch das zeigt das enorme Interesse der breiten Öffentlickeit am Radom, seiner Funktion und seiner Geschichte.

 

   
Ausstellung im Radom vor der Radom­sa­nierung. Foto: Sepp Beck.
  Ausgestellt waren zahlreiche Exponate aus dem Umfeld des Satellitenfunks.
  Zahlreiche Interessierte besuchten das Ra­dom anlässlich der Eröffnung im Juli 2012.