Das Radom als Labor

Als weltweit einzige Antenne dieser frühen Phase der Satelliten­kommu­ni­kation ist die Antenne im Radom Raisting betriebsfähig. Studierende der Technischen Uni­versi­tät München und Mitglieder des Fördervereins Radom Raisting haben gemeinsam die Technik überholt und wieder in Stand gesetzt. Stets im Respekt vor der Eigenschaft der Antenne als Indus­trie­denkmal wurde auch die Möglichkeit geschaffen, die Antenne mit moderner PC-Technik anzu­steuern. Die Antenne wurde bereits während einer Mess­kampagne des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt genutzt.

Diese Zusammenarbeit begann, als eine Gruppe von Studierenden der TU München eine große ungenutzte Bodenstationsantenne für ihre Teilnahme an der Satellitenmission "European Student Moon Orbiter" (ESMO) der Europäischen Raumfahrtorgansiation ESA suchte. Diese Mission hatte zum Ziel, Studierenden an ausgewählten Universitäten aus den ESA-Mitgliedsstaaten die Teilnahme an einer real stattfindenden Raumfahrtmission zu ermöglichen. Das Münchner Team war dabei für das Bodensegment zuständig - also für jene Infrastruktur am Boden, die nötig ist, um den Satelliten im Weltall betreiben zu können, darunter auch die Bodenstationsantenne zur Kommunikation mit dem Satelliten.