Das Radom als Denkmal - Erdfunkstelle Raisting

In der Umgebung des Radoms baute die damalige Deutsche Bundespost in diesen Jahren weitere Antennen zur Satellitenkommunikation. Ursprünglich waren auch für diese Antennen Radom-Schutzgebäude geplant; der technische Fortschritt machte jedoch freistehende Antennen möglich. Zwischenzeitlich gestartete, neuere Nachrichtensatelliten erforderten sogar freistehende Antennen ohne Radom aus hochfrequenztechnischen Gründen. Neben den Satelliten kamen auch Glasfaser-Unterseekabel auf. Im Jahre 1985 endete daher der reguläre Betrieb im Radom.

Engagierte Mitarbeiter der Erdfunkstelle erkannten die Bedeutung des heutigen Industriedenkmals und bewahrten die Anlage vor dem Abriss. Daraus ging später der Förderverein Industriedenkmal Radom Raisting e.V. hervor, der sich seitdem für den Erhalt und die weitere Verwendung des Radoms als Denkmal, Museum und Labor einsetzt.

Im Jahre 1999 wurde das Radom Raisting in die Denkmalliste eingetragen und im Jahre 2007 wurde die landkreiseigene Radom Raisting GmbH Eigentümerin des Radoms. 2010 begann dann eine großangelegte Sanierung des Denkmals mit dem Austausch der marode gewordenen Radom-Traglufthülle. Im weiteren Verlauf der Sanierung wurden auch die Stützluftgebläse für die Traglufthülle, die Flachdächer der Nebenräume des Radom und die Heizungsanlagen saniert. Am 6. Juli 2012 wurde das sanierte Radom wiedereröffnet. Dabei wurde von offizieller Seite die Idee formuliert, das Radom als Weltkulturerbestätte der Unesco vorzuschlagen.